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Astrofotografie
- ein kleiner Leitfaden
Fotografieren zählt
zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen. Astrofotografie
ist nicht in erster Linie eine Frage von technisch aufwendigen
Geräten oder teuren Spezialfilmen.Wer erfolgreich den
Himmel fotografieren will, braucht sicher eine fotografische
Grundausrüstung, dann aber vor allem viel Zeit, Geduld
und Ausdauer. Erst die stete Bereitschaft, sorgfältig
zu arbeiten, die erzielten Aufnahmen selbstkritisch zu überprüfen
und aus gemachten Fehlern immer wieder zu lernen, führt
zu optimalen Ergebnissen in der Himmelsfotografie. Hinweis:
Wenn Sie mit der Maus über die "rot"
markierten Wörter fahren, erhalten Sie weitere Informationen.
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Die
Instrumente
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Fernrohrsysteme teilt
man in zwei Gruppen ein, die nach Art des Bilderzeugungssystems
unterschieden werden. Bei Refraktoren oder
Linsenfernrohren entsteht das Bild durch die lichtbrechende
Wirkung einer Linsenkombination. Im Gegensatz dazu
wird das Bild bei Reflektoren oder
Spiegelfernrohren durch die Reflexion der Lichtbündel
auf der Oberfläche eines gekrümmten Spiegels
erzeugt.
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Beide
Fernrohrtypen sammeln die Lichtbündel, die von
entfernten Objekten aufgefangen werden, in einem gewissen
Abstand vom Objektiv in einem Schnittpunkt: dem Brennpunkt.
In ihm kann das Bild des Objekts mit geeigneten Okularen
betrachtet, oder auch direkt fotografiert werden.
Der Abstand des Brennpunktes vom Objektiv wird Brennweite
genannt und ist direktes Maß für die Bildgröße.
Je länger die Brennweite eines Systems, desto
größer ist das Bild, das empfangen werden
kann. Die Brennweite wird im Millimeter angegeben.
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Refraktoren
Wie gesagt, wird bei
diesem Fernrohrsystem eine Linsenkombination zur Bilderzeugung
verwendet. Der Einsatz derartiger Linsen, die meist
aus einer einzelnen Sammellinse bestehen, für
astronomische Zwecke scheitert an den ausgeprägten
Bildfehlern dieser Linsen. Sammellinsen finden in
der Amateurastronomie in Kleinstfernrohren und in
Spezialfernrohren Verwendung. Um die vielfältigen
Bildfehler, die schon die einzelne Linse aufweist,
auszugleichen oder zu mindern, wurden spezielle Objektivkonstruktionen
geschaffen, die diese Fehler durch einen entgegengesetzten
Fehler der nächsten Linse wieder ausgleichen.
Reflektoren
Ein einfaches und
optisch hervorragendes Instrument, ist das Spiegelteleskop
genannt, da sich auch für den Selbstbau sehr
gut eignet. Das Licht, das der Hauptspiegel reflektiert,
wird vom einem kleinen Hilfsspiegel, dem sogenannten
Fangspiegel, aus dem Strahlengang herausgelenkt, damit
der Brennpunkt außerhalb des Fernrohrtubus liegt.
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Spiegelteleskope
haben zwei Nachteile
Der Tubus (Rohr) ist
nach vorne offen. Daher können sich leicht Lufttubulenzen
bilden und die Bildqualität verschlechtern. Der
Temperaturausgleich von geheizten Aufbewahrungsort
zum meist kalten Beobachtungsort verursacht ebenfalls
solche Turbulenzen. Infolge der offenen Bauweise ist
der Objektivspiegel der Verschmutzungen durch die
Luft ausgesetzt. Die Anlagerung von Schmutzteilchen,
die fein verteilt in der Atmosphäre schweben,
bewirkt daß der Belag des Spiegels, der meist
aus einer hauchdünnen Aluminiumschicht
besteht, im Laufe der Zeit verblasst. Der Reinigung
des Spiegels ist daher besonderes Augenmerk zu schenken.
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Nachführhilfen
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Die wichtigste
Nachführhilfe ist das Fadenkreuz, mit
dem kontrolliert wird, ob sich ein Stern während
der Aufnahme bewegt hat. Meist werden handelsübliche
Fadenkreuzokulare ohne Beleuchtung angeboten.
Dies kann bei der Nachführung einige
Schwierigkeiten verursachen, so daß
ein beleuchtetes Fadenkreuz in jedem Fall
zu bevorzugen ist. Ein beleuchtetes Fadenkreuzokular
mit verstellbaren Fadenkreuzgittern ist hier
optimal.
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Beim
Offset-Guiding, wird ein vor der Kamera, außerhalb
des Bildfeldes liegender Stern ausgespiegelt,
und dann in einem separaten Nachführokular
betrachtet.
Um
eine höhere Vergrößerung zu
erzielen, kann man eine Negativlinse vor dem
Okular anbringen. Mit einer solchen Nachführeinrichtung
wird ein Leitfernrohr überflüssig.
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Fernrohrmontierungen
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Es nützt einem
nichts wenn man die beste Optik und die stabilste
Montierung hat, wenn der Stundenantrieb und die Deklinationskorrektur
nicht einwandfrei beherrscht werden. Hier spielt das
Einfühlungsvermögen des Amateurs eine große
Rolle. Die Hauptfehlerquelle liegt am Spiel des Getriebes.
Dieses Spiel des Getriebes lässt sich durch die
Verstellung des Gegengewichtes mildern. Darauf sollte
hier geachtet werden, dass das Gegengewicht so verstellt
werden, das der Motor das Fernrohr zieht.
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Antriebsarten
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Instrumentenpflege
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a)
Handnachführung
Bei kleineren
Fernrohren wird meistens kein Elektroantrieb verwendet.
Am Stundenantriebsachse ist eine biegsame Welle angebracht.
Auch an der Deklinationsachse ist es möglich
dass dort eine biegsame Welle vorhanden ist, und eine
Nachführung per Hand nicht ganz gleichmäßig
umläuft, ist hier eine eingwöhnung der Hand
erforderlich.
b) Synchronmotor
Dieser Motor hat das Merkmal der vollelektronischen
Steuerung das in der einfachsten Art des Antriebes
darstellt. Der Antrieb kann durch das Verstellen der
Frequenzen gesteuert werden. Ein Nachteil dieser Antriebsart
ist, dass die Frequenz bei Temperaturen um -5°C
nicht mehr genau gehalten wird.
c) Schrittmotor
Dieser Motor funktioniert wie ein Synchronmotor,
aber besitzt im Gegensatz mehrere Pole die kreisförmig
um die Motorwelle angeordnet ist. Wird der Motor eingeschaltet,
bewegt sich die Welle von einem Pol zum nächsten
und bleibt dort dann stehen. Danach wird wieder beschleunigt
und das gleiche Spiel wiederhohlt sich wieder. Läuft
der Motor mit einer hohen Frequenz, so sind die Schritte
nicht mehr hörbar.
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Die Instrumentenplege
sollte hier nicht ausser Acht gelassen werden, wenn
Sie eine lange Lebensdauer ihrer Optik und der Montierung
und dem Zubehör haben möchten. Man sollte
hier niemals das übliche Nähmaschinenöl
oder sonstige Mineralöl, sondern nur Siliconöl
verwenden. Durch die Umweltabgase ist es ratsam, einmal
jährlich das Getriebe mit Waschbenzin mit einem
Pinsel auszuwaschen. Für die Spiegelreinigung
wird doppelt destiliertes Wasser aus einer sehr sauberen
Flasche verwendet, das mit einer Spritzflasche auf
den ausgebauten Spiegel aufgespritzt wird. Man läst
das Wasser vom Spiegel ablaufen und tropft hier reinsten
absoluten Alkohol zum Nachreinigen auf, der sich über
den ganzen Spiegel verteilt. Der Spiegel wird mit
der beschichteten Seite auf einen sauberen Leinenlappen
auf drei Gummistücken gelegt. Hier sollten dann
nur die äußersten Spiegelkanten berührt
werden. Okulare und Objektive sollten mit einem sauberen
weichen Leinenlapppen sanft abgerieben werden.
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Filme
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Das Angebot an Filmen
ist derart groß, daß es Anfängern
wie Fortgeschrittenen oft überschaubar erscheint.
Zur Astrofotografie können die herkömmlichsten
Filme verwendet werden. Meistens werden Schwarzweiß-oder
Farb-Dia-Filme zu Auswahl genommen. Nicht alle Farbfilme
sind für die Astrofotografie geeignet, da diese
nicht die Spektralempfindlichkeiten verschiedener
Objekte erfassen können.
Links zu Astrofilmen:
Filme
für die Deep-Sky-Astrofotografie
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Die
geeignete Kamera
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Befestigung
Kameras an Teleskope
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Für Astroaufnahmen
ist fast jede Kamera geeignet. Die Kamera muß
die Möglichkeiten für die Langzeitbelichtungen
(eine Einstellmarke "B" oder bei Digitalkameras
"Bulb")besitzen. Das Sternenlicht wirkt
in der Regel mehrere Minuten lang auf den Film ein.
Schließlich
sollte bei einer idealen Kamera für Himmelsaufnahmen
das Objektiv ausgewechselt werden können, wie
bei Spiegelreflex-Kameras. Auch ein Stativ und ein
Drahtauslöser sollten zur Verfügung stehen.
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Bei
der Befestigung der Kamera an Fernrohren gibt
es zwei Möglichkeiten:
Die
Kamera wird auf ein Stativgewinde, die an den
Rohrschellen befestigt ist, dort angebracht.
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Soll das Fernrohr
selbst als Teleobjektiv verwendet werden,
so wird die Kamera anstelle des Okulars angebracht.
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Fokkussierung
bei Fernrohren
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Während
man bei normalen Fotoobjektiven davon ausgehen kann,
daß der Fokus stabil ist, müssen Fernrohre
vor jeder Aufnahme neu eingestellt werden. Abweichungen,
die beim visuellen Beobachten nicht auffallen, machen
sich auf der fotografischen Schichtsofort bemerkbar.
Zwar bietet sich die Scharfeinstellung ohne Kamera,
nur mit eingesetzten Okular an, doch führt dieses
Verfahren mit Sicherheit nicht zum Ziel, da sich die
Filmebene ein gehöriges Stück hinter dem
Okular befindet.
Ein
besseres Verfahren ist die Scharfeinstellung, wenn
die Kamera bereits auf dem Aptapter sitzt. Man stellt
einen möglichst hellen Stern ein und dreht so
lange am Okularauszug, bis das Bild scharf ist. Hier
zeigen sich die Nachteile der modernen Reflexscheiben
in den Kameras. Die meist eingebaute Fresnellinse
erschwert exaktes Scharfstellen nämlich sehr.
Abhilfe bietet die Verwendung einer Spiegelreflexkamera
mit auswechselbaren Sucherscheiben. Auf eine Sucherlupe
zum Vergrößern des im Sucher sichtbaren
Bildes sollte man nicht verzichten.
Bei
vielen Astrofotografen kommt das Problem auf, dass
sich die Objekte nicht richtig scharf stellen lassen.
Dies kann mit einem Bau einer Scheinerblende umgangen werden.
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Astroaufnahmen
mit Webcam
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Ein
umfassendes Gebiet zur Aufnahme von Himmelsobjekten
kommen Webcams hier in Frage, als mit der herkömmlichen
Methode mit Spiegelrefexkamaras. Leider sind nicht
alle Webcams für Astroaufnahmen geeignet. Für
Astroaufnahmen kann die Webcam Philips PCVC740K ToUcam
Pro verwendet werden. Sie besitzt im Inneren des Gehäuses
einen CCD-Chip. Wenn man die Webcam umbaut, kann man
mit ihr Langzeitbelichtungen von lichtschwachen Objekten
aufnehmen. Voraussetzung ist daß ein Computer
vorhanden ist, um Astroaufnahmen von Sonne, Planeten,
Mond u.s.w. machen zu können.
Das Objektiv an der
Webcam wird durch einen Adapter ausgetauscht und an
den Okularauszug befestigt. Scharfgestellt wird am
Montitor des Computers. Man kann entweder daraus einen
AVI-Film erstellen oder Serienbilder auf der Festplatte
abspeichern. Diese Rohdaten kann man z.B. mit
Giotto
bearbeiten. Auf der Seite von Giotto können Sie
nachlesen, wie Webcams in der Astrofotografie im Einsatz
kommen. Leider reicht Giotto nicht aus, um das optimale
Ergebnis aus den Bildern heraus zuhohlen. Dies kann
man mit einem anderen Bildbearbeitungsprogramm umsetzen.
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weitere
Links über das Thema Webcam:
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Foren über
das Thema Webcam
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Astrobildbearbeitung
in Photoshop
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Mondbilderserien
mit Webcam
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Aufnahmevorbereitungen
am Tag und das Wetter
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Für gute Astroaufnahmen
ist ein dunkler Himmel und gutes Wetter Voraussetzung.
In den mitteleuropäischen Breiten herrschen diese
Bedingungen nur kurzzeitig, so daß wenig Zeit
bleibt, sich die Aufnahmeobjekte auszusuchen. Gutes
Planen hilft, das Beste aus der ohnehin kurzen Nachtzeit
herauszuholen. Zunächst sind die Zeiten des Sonnenuntergangs
und des Beginns der astronomischen Dämmerung
wichtig. In diesem Zeitraum kann später das Instrument
aufgebaut und in der fortgeschrittenen Dämmerung
dann justiert werden. Wichtig ist auch die Zeit des
Mondaufgangs, weil danach nicht mehr fotografiert
werden kann.
Mit Hilfe einer einfachen
drehbaren Sternkarte kann man feststellen, wann die
gewählten Objekte mindestens 40° über
dem Horizont stehen. Nur in dieser Höhe gelangen
sie soweit aus dem Dunst, daß sie einigermaßen
gut fotografiert werden können. Da Objekte, die
im Westen stehen, am frühesten untergehen, sollten
sie zuerst aufgenommen werden. Stehen mehrere Objekte
zur Verfügung, sollte in einer Liste der Aufnahmeobjekte
das geplante Objektiv für das jeweilige Objekt
und deren Belichtungszeit vermerkt sein.
Sich mehr als 15 Objekte
in einer Nacht zu fotografieren, ist nicht sinnvoll.
Nicht zu vergessen ist das Beobachtungsbuch in dem
alle Daten vermerkt werden. Die nächtlichen Außentemperaturen
sind nicht zu unterschätzen. Auch die Sommernächte
können recht kühl werden, warme Kleidung
gehört unbedingt dazu. Die Fernrohroptik braucht
Zeit, um sich abzukühlen. Beim Übergang
von einem meist geheizten Aufwahrungsort zum kühlen
Beobachtungsort wird jede Optik durch den Wärmeaustausch
derartige Turbulenzen im Rohr haben, daß kaum
ein scharfes Bild möglich ist.
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Wetter
Nicht jedes klare
Wetter eignet sich für die Astrofotografie. Besonders
im Herbst und im Frühjahr ist es nachts zwar
klar in der höheren Atmosphäre lagert sich
aber eine feine Hochnebelschicht an. Für die
Astrofotografie sind solche Wetter-lagen nur bedingt
günstig. Im Sommer kommt es oft vor, daß
sich, unsichtbar für den Beobachter auf der Erde,
in größerer Höhe Cirruswolken die
ganze Nacht über festsetzen. Dies macht sich
durch die herabgesetzte visuelle Grenzgröße
bemerkbar.
Beobachtungsbuch
Neben Notizen über
die Wetterbedingungen ist es ratsam, im Beobachtungsbuch
folgende Angaben festzuhalten:
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Aufnahmeobjekt
- Koordinaten (Rektaszension
und Deklination)
- Beginn und Ende der
Aufnahme
- Höhe des Objekts,
über dem Horizont
- Aufnahmeinstrument,
Filter, Aufnahmedatum
- Besondere Beobachtungen
- Wetterzustand
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Aufnahme-Methoden
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Sternaufnahmen
mit stehender Kamera
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Sternfeldaufnahmen
(nachgeführte)
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Diese Art der Astrofotografie
erfordert am wenigsten an Ausrüstung und ist
deshalb überall einsetzbar. Sternaufnahmen mit
feststehender Kamera lassen sich in zwei Gruppen unterteilen:
- in Strichspuraufnahmen
und Aufnahmen, auf denen die Sterne punktförmig
bleiben.
Als Ausrüstung
braucht man eine Kamera mit einem lichtstarken Objektiv,
ein Stativ und einen Drahtauslöser, damit auch
punktförmige Sternaufnahmen gemacht werden können.
Die Kamera wird mit
einem hochempfindlichen Film ausgestattet (ab 400
ASA). Bedingt durch die Drehung der Erde werden sich
Sterne nach einer bestimmten Belichtungszeit als Striche
auf dem Film abbilden.
- Um punktförmige
Sternbildaufnahmen zu bekommen, kann das man über
die Formel errechnen:
tmax = 460/(f
* cos D)
f = Kameraobjektiv
in mm angegeben; D = Deklination des Objektes
Bei einem 50 mm Objektiv
und einer Deklination von 45° kann man mit 13
Sek belichten, damit Sterne noch punktförmig
erscheinen. Wird über den berechneten Wert länger
belichtet, erscheinen dann die Sterne auf dem Film
dann strichförmig.
Sehr eindrucksvolle
Aufnahmen erhält man bei der Fotografie des Polgebietes.
Die Kamera wird auf den Polarstern gerichtet und dann
für 1 - 2 Stunden belichtet. Voraussetzung ist,
daß die Kamera die Einstellmöglichkeit
"B" besitzt, um Langzeitbelichtungen für
Sternstrichspuraufnahmen des Himmelspols ermöglicht.
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Unter der Sternfeldfotografie
versteht man nachgeführtes Fotografieren mit
kleineren Brennweiten, wenn es auf ein möglichst
großes Bildfeld oder eine lichtstarke Aufnahme
ankommt. Die einfachste Art der Sternfeldfotografie
braucht man hierzu kein Fernrohr, sondern nur eine
Kamera, gutes Objektiv, ein Stativ und einen Ferauslöser.
Damit kann man Sternfelder fotografieren oder Strichspuraufnahmen
machen. Als Objektive können Brennweiten von
28 mm bis 200 mm Teleobjektiven eingesetzt werden.
Die Kamera wird dabei auf das Fernrohr gesetzt und
mit dem Hauptrohr wird nachgeführt. Die Fernrohrmontierung
muß in diesem Fall einwandfrei justiert sein.
Bei ungenauer Justierung besteht die Gefahr, daß
häufige Korrekturen der Deklination zwar den
Leitstern schön punktförmig erscheinen lassen,
das restliche Feld jedoch mehr oder weniger große
Kreise um den Leitstern zieht. Bei Verwendung kleineren
Brennweiten kann man sich beim Einstellen des Objekts
darauf beschränken, einen hellen Leitstern in
seiner Nähe zu suchen. Wichtig ist dabei, daß
dieser Leitstern auch das Zentrum des Kamerabildes
darstellt.
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Sternfeldaufnahmen
mit Barndoormontierung
Nachgeführte
Sternfeldaufnahmen auf einer Barndoor-Montierung kann
auch ohne großen Aufwand im Gegensatz einer
motorischen Nachführung zu beeindruckenden Bilder
kommen, in der Astrofotografie. Eine genaue Bauanleitung
für so eine solche Barndoormontierung, findet
man auf der Webseite von Torsten
Frank. Die Barndoormontierung muss vor der Aufnahme
auf den Himmelspol ausgerichtet werden, wobei die
Achse des Schaniers auf den Himmelspol zeigen muss.
Der nördliche Himmelspol liegt fällt nicht
mit Polaris zusammen, sondern liegt 0,8° daneben
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Fokalfotografie
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Hier betritt der Astrofotograf
ein Gebiet, das bereits erheblich mehr an Ausrüstung
erfordert, als das mit der Sternfeld-Fotografie ist.
Mit steigenden Brennweiten treten die Probleme der
Montierungen immer stärker in Erscheinung. Die
mechanischen Teile, auf die es bei einer Montierung
ankommt, sind im wesentlichen das Schneckenrad und
die Schnecke der Stundenachse. Die üblichen Gewindefehler,
die bei ihrer Herstellung unvermeidbar sind, sorgen
trotz einer etwaigen einwandfreien Nachführung
von Seiten des Motors für eine ungleichmäßige
Bewegung in Stundenrichtung.
Diese Teile "eiern"
quasi in ihren Lagern. Der mechanische Fehler kann
leicht festgestellt werden, indem mit einer dejustierten
Montierung Fokalaufnahmen eines Sterns gemacht werden.
Dies sollte bei eingeschalteter Nachführung und
einwandfreier Mechanik eine saubere Strichspur ergeben.
Meist wird jedoch eine mehr oder weniger geschwungene
Linie auf dem Negativ herauskommen. Die Abweichungen
dieser geschwungenen Linie von einer geraden geben
den mechanischen Fehler der Montierung. Für Fokalfotografie
müssen diese Bogen in der Sternspur innerhalb
des Toleranz- winkels liegen!
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Leitfernrohr
und Off-Axis-Guiding
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Beim
Off-Axis-Guiding wird das Sternlicht vor der Kamera
ausgespiegelt und in einem separaten Okular betrachtet.
Meist wird noch eine Barlowlinse dazwischengeschaltet,
um eine höhere Vergrößerung zu erzielen.
Bei der Anwendung wird dann ein
Leitfernrohr dann überflüssig.
Der andere Weg der Überwachung der Nachführung,
ist die Nachführkontrolle mittels eines Leitfernrohres.
Es sollte einem vernünftigen Verhältnis
zum Aufnahmefernrohr eingesetzt werden. Beide Einrichtungen,
Leitfernrohr und Off-Axis-Guiding, müssen mit
einem beleuchteten Fadenkreuzokular ausgerüstet
sein, damit auch an schwachen Sternen nachgeführt
werden kann. Als Leitfernrohr können alle Fernrohrtypen
verwendet werden. Der Durchmesser des Objektivs sollte
60 mm nicht unterschreiten.
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Planetoiden
oder Asteroiden
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Gas
oder Planetarische Nebel
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Planetoiden sind im
allgemeinen punktförmig und können deshalb
wie Sterne fotografiert werden. Der Beobachter muß
vor der Aufnahme das ungefähre Gebiet kennen,
indem der Planetoid steht. Die Koordinaten kann man
aus einem Astronomie-Programm oder einem astronomischen
Jahreskalender entnehmen. Das Fernrohr wird dann auf
diesen Himmelsausschnitt eingestellt, dann wird belichtet.
Schnelllaufende Planetoiden bilden sich als länger
belichteten Aufnahmen als Striche ab. In diesem Fall
ist die Identifizierung nicht schwierig. Bleibt der
Planetoid punktförmig, kann die Suche nach ihm,
besonders in der Milchstraßengegend, zu einem
wahren Geduldsspiel werden. Es empfiehlt sich eine
Reihe von Aufnahmen desselben Planetoiden zu machen,
damit man seine Bewegung leichter verfolgen kann.
Die Belichtungszeit sollte bei Objekten der 10. Größe
etwa 30 Minuten betragen. Für Reihenaufnahmen
ist es sinnvoll, wenn der zeitliche Abstand zwischen
zwei Aufnahmen bei 12 Stunden liegt, damit die Bewegung
ausreicht, um ihn zu erkennen.
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Gasnebel und Planetarische
Nebel mit größerem Durchmesser erfordern
lichtstarke Objektive. Für Aufnahmen des Nordamerikanebels
sollte b.z.w je nach Brennweite das Öffnungsverhältnis
von 1 : 8 nicht unterschritten werden. Gerade bei
diesem Beispielobjekt verteilt sich ja die Helligkeit
des Nebels über ein großes Areal am Himmel.
Besonders Gasnebel sind für die Filterfotografie
geeignet. Einige Filter je nach Bauart, lassen bestimmte
spektrale Wellen des Lichtes durch und erzeugen eine
Art "dunklen Himmel", wobei sich das Streulicht
der Straßenlichter gewaltig reduzieren lässt.
Die Belichtungszeit sollte so gewählt werden,
daß sich der Himmelshintergrund noch nicht auf
der Aufnahme bemerkbar macht. Die Mehrzahl der Nebel
ist jedoch so klein, daß zu größeren
Brennweiten und sogar zu Fokalaufnahmen gegriffen
werden muß. Dann ist bei den meisten Fernrohren
oft das geringe Öffnungsverhältnis das Hauptproblem.
Das hat zur Folge, von Belichtungszeiten von einigen
Stunden, die hohe Anforderungen an das Durchhaltevermögen
des Fotografen stellt.
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Sonnenfotografie
Selbst ein flüchtiger
Blick auf die Sonne durch das Teleskop, Fernglas oder
ein anderes optisches Instrument ist sehr gefährlich,
es sei denn, das Gerät ist mit einem eigens für
Sonnenbeobachtungen hergestellten Filter ausgestattet
!!! Verwenden Sie auch keine Sonnenfilter die am Okular
angebracht werden, Sie können aufgrund der starken
Erwärmung kaputt gehen!!!
Für die Sonnenfotografie
können alle Fernrohre verwendet werden. Den Vorteil
haben die langbrennweitigen Refraktoren, einmal wegen
des größeren Abbildungsmaßstab und
der geringen Anfälligkeit in thermischer Hinsicht.
Objektivfilter
Eine
bessere Methode der Lichtabschwächung als die
Verwendung von Okularfiltern, erreicht man durch verwenden
eines Objektivfilters. Zum Fotografieren muß
der Objektivfilter einen Lichtdurchlass haben, der
in dem Bereich zwischen 0,1 % und 0,01 % liegt.
Folienfilter
Anstelle des Glasfilters
kann auch eine Spezialfolie Verwendung finden. Dieses
Material ist extrem dünn. Auf der lichtdurchlässigen
Kunststoffunterlage ist eine hauchdünne Aluminiumschicht
aufgedampft. Leider zeigt diese Schicht zahlreiche
kleine Löcher und Beschädigungen, die Streulicht
verursachen. Für große Fernrohröffnungen
ist diese Folie nicht zu empfehlen, die fotografische
Schicht wird zu sehr angegraut, das führt zu
starker Kontrastminderung.
Bei Sonnenbeobachtungen
mit Folienfilter muß die Folie auf Beschädigungen
untersucht werden, dies dann eine Gefahr für
das Auge mit sich bringen!!!
Aufnahmeverfahren
Sonnenaufnahmen
Dazu wird eine Spiegelreflexkamera
an den Okularauszug angeschlossen, indem man das Kameraobjektiv
entfernt hat. Der Klarfleck darf für die Kamera-Scharfeinstellung
nicht benutzt werden, wobei es zu Fehleinstellungen
kommt. Die Verschlußzeiten sollten in einen
Bereich von 1/500 bis zu 1/2000 Sek liegen, daß
das Negativ richtig belichtet ist. Erweist sich das
Dämpffilter als zu hell, bringt man zusätzlich
vor dem Kameraeingang einen Graufilter an. Das Sucherbild
im Kamerasucher muß sehr hell erscheinen. Die
Scharfeinstellung des Bildes ist am besten am Sonnenrand
durchzuführen. Im direkten Aufnahmefokus sind
mit mittelgroßen Instrumenten, in Verbindung
mit Feinkornfilmen, Flecken bis zu 1 Bogensekunde
Durchmesser erfassbar und die granulare Struktur ist
auf dem Film schon deutlich sichtbar.
Sonnenflecken heben
sich gut von der Oberfläche ab, eine Normalentwicklung
nach der Gebrauchsanweisung bringt ausreichenden Kontrast.
Geht es darum, noch
weitere Details sichtbar zu machen, wie Strukturen
innerhalb der Penumbra, Fackeln, oder die granulare
Struktur, muß man versuchen den Kontrast zu
erhöhen. Als Filmmaterial sollte man einen kontrastreich
arbeitenden Film verwenden, z.B. Agfa Ortho 25. Für
die Entwicklung des Films, ist der Entwickler "Rodinal"
zu empfehlen, der in der Verdünnung 1:10 bis
1:200 verwendbar ist. Bei ausreichender Belichtung
kann bei schwächerer Verdünnung und verlängerter
Entwicklungszeit, ein sehr hoher Konstrast erreicht
werden.
Protuberanzen
Die
Aufnahme der Protuberanzen sind mit einem Protuberanzenansatz
durchfürbar. Für die Aufnahme der Protuberanzen
ist ein Film zu verwenden, der im ROT hochempfindlich
ist und feinkörnig ist. Die Belichtungszeiten
muß für jedes Instrument ermittelt werden,
weil sie von verschiedenen Faktoren abhängig
ist, wie z.B: die Lichtstärke, Durchlassgrad
des Filters, Filmentpfindlichkeit des Film im Rot
und Helligkeit der Protuberanzen.
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Mond
und Planetenaufnahmen
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Um Einzelheiten auf
der Mondoberfläche oder die winzigen Scheiben
der Planeten fotografisch einzufangen, genügt
die einfache Brennweite des Fernrohres meistens nicht
mehr. Zur Mond und Planetenfotografie sind alle Fernrohrtypen
geeignet. Bei den Linsenteleskopen sind geringe Öffnungsverhältnisse
vorzuziehen (1 :15 oder kleiner). Auch mit einem einfachen
Spiegelteleskop lassen sich beste Aufnahmen herstellen.
Zur Brennweitenverlängerung, können Telekonverter
oder Barlowlinsen eingesetzt werden, die das Bild
dementsprechend vergrößern.
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Bei langbrennweitigen
Aufnahmen ist eine exakte Nachführung Voraussetzung,
außer bei Mond oder Venus kommt man mit stehendem
Fernrohr aus. Bei Belichtungszeiten bis zu wenigen
Sekunden erfüllen handelsübliche Schnecken
jedoch die erforderliche Nachführgenauigkeit.
Eine ruckende Nachführung ist nicht zu gebrauchen.
Oft verschwindet dieses Rucken, wenn das Fernrohr
nicht ganz austariert wird, sondern der eine Teil
der Montierung (Fernrohr bzw. Gegengewicht) etwas
ins Übergewicht gebracht wird, so daß die
Nachführung das Fernrohr ziehen muß. Selbst
ein Ausrichtungsfehler von einem Grad führt bereits
nach vier Sekunden zu einer Strichspur.
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Filmmaterial
Das Filmmaterial sollte
möglichst feinkörnig sein, denn es kommt
gerade auf die Wiedergabe kleinster Details an. Sehr
feinkörnige Filme ab 25 ISO liefern oft aber
noch bessere, schärfere Bilder. Bei der Entwicklung
nuß natürlich ebenso darauf geachtet werden,
das feine Korn nicht zu vergrößern. In
Frage kommen hier nur Feinkornentwickler im Einsatz.
Wer nicht selbst entwickelt, suche sich ein Labor
aus, bei dem der Film nach Wunsch entwickelt wird.
Bei Objekten mit nahezu
starken Kontrast, z.B. Mondkrater am Terminator, die
Venussichel oder den Saturnringen reichen normale
Entwicklung und mittlere und harte Papiersorten aus.
Die Farbfotografie von Planeten ist nicht viel schwieriger
als Schwarz-Weiß-Fotografie. Farbnegative sind
für solchen Zweck allerdings ungeeignet. Es sind
in diesem Fall Farb-Dia-Filme zu verwenden, weil beim
Abziehen auf Papier gehen oft die Details und die
genaue Farbwiedergabe verloren. Aber auch bei den
Diafilmen ist auf feinstes Korn zu achten.
Die Güte der
Luftunruhe trägt wesentlich zum Gelingen einer
Aufnahme bei. Während bei starker Luftunruhe
gar keine Aufnahmen möglich sind, kann man bei
ruhiger Luft erstaunlich detailreiche Aufnahmen gewinnen.
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Folgende Faktoren
beeinflussen hauptsächlich die Luftunruhe:
- Die Wetterlage:
In sehr klaren Nächten ist die Luftunruhe oft
etwas größer, während sie bei schwachem
Nebel meist gering bleibt; hohe Luftfeuchtigkeit hat
also einen günstigen Einfluss.
- Neben schwachen jahreszeitlichen
Schwankungen ändert sich die Luftunruhe auch
im Verlauf der Nacht. Gegen Mitternacht ist sie etwas
stärker, als in der Abend-und Morgendämmerung.
- Einen großen
Einfluss haben die örtlichen Verhältnisse.
Über bewohnten Gebiet, womöglich noch mit
rauchenden Kaminen, zittert die Luft viel stärker
als über großen Wald oder Wiesenflächen.
- Temperaturunterschiede
im Fernrohr oder in seiner Umgebung rufen zusätzliche
Luftunruhe hervor. Vorne offene Spiegelteleskope liefern
stundenlang unbrauchbare Bilder, wenn sie vom warmen
Zimmer in die Winterkälte gebracht werden.
Es ist vom Vorteil,
dasselbe Objekt gleich mehrere Male hintereinander aufzunehmen.
Damit wächst die Chance, einmal einen Moment mit
ruhiger Luft zu erwischen. Ein weiter Effekt ist die
atmosphärische Refraktion, die abhängig ist
von der Wellenlänge des Objekts. Blaues Licht wird
stärker gebrochen als rotes. Der obere Rand von
Objekten erscheint bläulich, der untere rötlich;
Ein Objekt wird in 20 ° Höhe verschmiert, was
bei ruhiger Luft eine deutliche Verschlechterung bewirkt.
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Belichtungszeiten
bei Himmelsobjekten
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Die Belichtungszeit
richtet sich im wesentlichen nach der:
- Filmentpfindlichkeit
- Öffnungsverhältnis
des FernrohresEin
1:15 - Fernrohr erreicht bei dreifacher Verlängerung
durch eine Barlowlinse
oder Okularprojektion also ein Öffnungsverhältnis
von 1:45; Legt man für das Öffnungsverhältnis
einen Standartwert von 1:50 und 25 ASA-Film zugrunde,
erhält man in der Tabelle zu empfehlende Belichtungszeiten
.
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Mondalter
in Tagen
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Belichtungszeit
in Sekunden
|
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Mond
|
2
oder 27,5 Tage
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15
|
|
"
|
4
oder 25
|
6
|
|
erstes
Viertel
|
7
oder 22
|
3
|
| |
11
oder 18
|
1
|
|
Vollmond
|
15
|
1/2
|
|
sekundäre
Licht
|
|
5000
|
|
Mondfinsternis
|
Halbschatten
|
1
- 20
|
|
Mondfinsternis
|
Kernschatten
|
1000
|
|
Merkur
|
|
1/2
|
|
Venus
|
|
1/8
|
|
Mars
|
|
1
|
|
Jupiter
|
|
3
|
|
Jupitermonde
|
|
10
|
|
Saturn
|
|
10
|
Für andere Öffnungsverhältnisse
und Filmentpfindlichkeiten ist die
|
Belichtungszeit
=
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*3 s (Jupiter)
|
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